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Gallus Hybrid bringt eine neue Flexibilität für Label Art bei kleinen Auflagen

Die irische Druckerei Label Art hat im Rahmen eines 1,5 Millionen Euro teuren Investitionsprogramms in ihrem Werk im Dubliner Vorort Tallaght eine der neuen Hybrid-Flexodruckmaschinen vom Typ Gallus EM 430 S installiert. Nick Coombes war in Irland und hat sich mit dem Vertriebsdirektor Gerard Molloy über diesen jüngsten Schritt des Unternehmens unterhalten.

Sie wiegt 15,5 Tonnen und ist ganze 20 Meter lang. Sie verfügt über die neue, grössere Bahnbreite von 430 mm (zuvor 410 mm), über einen verkürzten Bahnverlauf von 2,2 Meter („Short Web“) und ist für höchste Ansprüche konfiguriert – die Gallus EM 430 S. Label Art ist kein Druckunternehmen, das halbe Sachen macht! Abgesehen von ihren Massen besticht die Druckmaschine der Serie Gallus EM S vor allem durch ihr offenes Plattformdesign, das durch auswechselbare Druck- und Veredelungsmodule in Form praktischer Einschubeinheiten für maximale Produktionsflexibilität sorgt.

Die neue Gallus EM 430 S bei Label Art ist eine Kombinationsdruckmaschine für UV-Flexodruck, Rotasiebdruck, Heissfolienprägedruck, Kaltfoliendruck und Reliefprägung, ausgestattet mit zwei Stanzstationen. Zur Maximierung der Flexibilität hat das Unternehmen zehn Flexodruck- und vier Siebdruckköpfe geordert, obwohl nicht alle davon gleichzeitig in der Maschine eingesetzt werden können. Die servoangetriebene Maschine wurde nach Weihnachten geliefert und Anfang Januar 2013 installiert. Bei unserem Besuch vor Ort Ende März lief sie bereits seit zehn Wochen in der kommerziellen Produktion und leistete einen wesentlichen Beitrag zum Geschäft der Druckerei.

Gallus EM 430 S Label Art

Seit der erfolgreichen Installation im Januar 2013, leistet die neue Gallus EM 430 S einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg von Label Art.

Gerard Molloy, der 2006 zu Label Art kam, um die die Entwicklung neuer Geschäfte zu verantworten, erläutert: „Wir haben die Gallus EM 430 S im Vergleich zu einer Reihe anderer Druckmaschinen getestet. Uns hat gefallen, wie schnell und bequem wir von einem Flexodruckkopf zu einem Siebdruckkopf – und wieder zurück – wechseln können, ohne die Bahn zu beeinflussen. Der Hybriddruckkopf ist eine Klasse für sich. Und da diese Fähigkeit für unsere Art von Aufträgen von zentraler Bedeutung ist, wurde uns die Kaufentscheidung leicht gemacht.“ Zudem spielte laut Molloy auch die Verarbeitungsqualität der Gallus EM 430 S eine wesentliche Rolle.

Die Gallus EM 430 S hat zwei ältere Buchdruckmaschinen des schweizerischen Herstellers ersetzt: eine Gallus R160B, die verschrottet wurde, und eine Gallus R200B, die ausgeschlachtet wurde, um mit den Ersatzteilen zwei andere Achtfarbendruckmaschinen desselben Typs am Laufen zu halten. Molloy zufolge produzieren diese beiden Gallus R200B-Druckmaschinen mit ihren Siebdruck- und Heissfolienprägedruckfunktionen nach wie vor Spitzenqualität. Ausserdem gehören noch zwei ältere 16-Zoll breite Comco Commander zum Maschinenpark in Tallaght. Die Druckerei befindet sich noch immer an demselben Ort, wo 1981 alles unter den wachsamen Augen von Billy Browne, dem ehemaligen Geschäftsführer von Avery Label, begann. Heute wird das Unternehmen von vier Geschäftsleitungsmitgliedern geleitet: den beiden Inhabern John Browne und Donal Healy sowie Pat Tully und Gerard Molloy.

Früher konzentrierte sich Label Art vor allem auf den Lebensmittel- und Getränkemarkt, mit einem weiteren Standbein in der chemischen Industrie. Doch Molloy erkannte schnell, dass andere Marktbereiche grösseren Wert auf qualitativ hochwertige Arbeit legen und zudem bessere Gewinnspannen bieten. Heute ist das Unternehmen fest in der Belieferung der pharmazeutischen Industrie (mit PS-9000-Akkreditierung) etabliert und die Geschäftsleitung findet, dass der aktuelle Kundenstamm jetzt besser zu den Möglichkeiten und Fähigkeiten der Druckerei passt. Die Pharmabranche macht heute rund 50 Prozent des Umsatzes aus, die chemische Industrie rund 20 Prozent, der Lebensmittel- und Getränkemarkt 15 Prozent und der Rest entfällt auf das, was Molloy als „Markenschutz“ bezeichnet. Dazu gehören Nanotechnologie, Hologramme und ähnliches mehr.

Gallus EM 430 S Label Art

Die einfache Handhabung der EM 430 S stellt für Label Art einen signifikanten Erfolgsfaktor dar – ein Merkmal das auf alle Gallus Maschine zutrifft.

„Die neue Gallus EM 430 S gibt uns vor allem Flexibilität. Wir betreiben sie bei kombinierten Flexo-/ Siebdruckaufträgen derzeit mit rund 90 m/min und bei Achtfarben-Flexodruckaufträgen mit 150 bis 180 m/min, wobei die Laufgeschwindigkeit von der Beschaffenheit des Bedruckstoffes abhängig ist. Durch den kurzen Bahnlauf brauchen wir selbst bei einer 10-Farbenmaschine nur 40–45 Meter Substrat zwischen den Aufträgen, bis wir wieder kommerziell produzieren können“, sagt Molloy. Seiner Schätzung zufolge hat die Gallus EM 430 S die Kosten bei bestimmten Aufträgen um bis zu 30 Prozent gesenkt, wenn man sowohl die Zeit als auch das Material und die Lohnkosten berücksichtigt. Mit ihrem Schnellwechsel-Sleeve-System und ihrer Registersteuerung hat die Maschine zudem Engpässe im Drucksaal beseitigt und einige der alten „Produktionsbremser“ ausgeräumt.

Label Art war die erste Etikettendruckerei in Irland, die 2005 mit der Inbetriebnahme einer Druckmaschine vom Typ WS 4050 die digitale Technologie eingeführt hat. Im Jahr 2010 kam noch eine WS 4500 hinzu. Eigentlich sollten diese Digitaldruckmaschinen die Produktion kleinerer Auflagen übernehmen, die auf den älteren Flexo- und Buchdruckmaschinen nicht mehr wirtschaftlich war. Heute stehen sie jedoch in Konkurrenz zur neuen Gallus EM 430 S, ihrerseits eine Flexo/Siebdruckmaschine. „Wir wechseln inzwischen mit vielen unserer Aufträge wieder vom Digitaldruck zurück zu den herkömmlichen Verfahren, weil die Geschwindigkeit und die mühelose Einrichtung der Gallus EM 430 S diese konkurrenzfähiger machen. Die Gallus Maschine hat den Markt über die bestehenden Kapazitäten unserer Digitaldruckmaschinen hinaus erweitert. Die Herausforderung besteht jetzt darin, zu entscheiden, in welche Richtung wir als Nächstes gehen“, ergänzt Molloy, der sich sicher ist, dass die neue Gallus EM 430 S eine flexiblere Herangehensweise an die Produktion im Unternehmen ermöglicht hat.

Die neuen Fertigkeiten, die von den Maschinenbedienern gefordert werden, beschreibt Label Art als „weniger Drehknopfdrehen und mehr Tastendrücken“. Die Handhabung der Gallus EM 430 S sei leicht zu erlernen und die Maschine insgesamt einfach zu bedienen. Bei unserem Besuch vor Ort stand das Bedienerteam kurz vor seiner zweiten Gallus Schulungswoche. Während dieser wurden unter anderem die notwendigen Fertigkeiten behandelt, um künftig auch Märkte zu erschliessen, die Dünnfilmsubstrate verwenden – ein Einsatzgebiet, für das die mit Kühlwalzen ausgerüstete Druckmaschine bestens geeignet ist. Derzeit produziert Label Art rund 60 Prozent seiner Etiketten auf Papiersubstraten, strebt aber weitere Erfolge auf dem Getränkemarkt an, wo die Gallus mit hoher Geschwindigkeit und guten Margen Spitzenqualität produzieren kann. Ein anderer aufkommender Markt ist die Farbe: Hier bieten die neuen Möglichkeiten, mit Flexodruck hochwertige Verläufe oder mit Siebdruck Volltonweiss zu drucken, ebenfalls schnelle und sichere Hilfe.

Laut Gerard Molloy stehen bei Label Art als nächstes weitere Investitionen in servoangetriebene Druckmaschinentechnologie und ein umfassendes Überdenken der Digitaldruckstrategie an. „Wir werden uns auch weiterhin auf das qualitätsbewusste Marktsegment konzentrieren und unsere Investitionen in die Produktion danach ausrichten, wie wir am effizientesten Spitzenqualität produzieren können“, bilanziert er.

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