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Etikettendruck im Umbruch – Auswege aus dem ruinösen Wettbewerb

Ob beim Akzidenzoffset, beim Zeitungs- und Zeitschriftendruck, beim Verpackungs- oder Etikettendruck, der Umbruch in der Druckindustrie ist in allen Bereichen der Branche spürbar. Die wirtschaftliche und die technische Entwicklung haben einen zunehmend ruinösen Preiskampf aus-gelöst. Was sind die Ursachen für den ruinösen Preiskampf und wie kann der Etikettendrucker in dieser Situation reagieren?

Veränderte Beschaffungskultur bei den Printbuyern
Die früher üblichen Beratungsgespräche zwischen dem Drucker und seinem Kunden, die eine möglichst attraktive Gestaltung der Etikette durch die Nutzung der neusten Druck- und Veredelungsmöglichkeiten sicherstellten, fallen heute zunehmend weg. Die Kunden arbeiten mit Agenturen zusammen, die sich für die gesamte Gestaltung der Produkte verantwortlich zeichnen, oder lassen die Etikette über ihre Einkaufsabteilung beim Drucker in Auftrag geben. Dabei stellt der Preis meist die wichtigste Komponente bei der Auswahl dar. Der Flexodruck beispielsweise ist wegen seiner höheren Druckgeschwindigkeit gegenüber dem Siebdruck oft im Vorteil, obwohl er nicht die gleiche Druckqualität aufweist und auch keine sicht- oder fühlbare Haptik erzeugen kann. Der Vorteil für die Einkäufer dabei ist: Das Qualitätsniveau der reinen Flexodrucketikette kann von sehr vielen Druckereien produziert werden, auch von jenen die auf ihren Druckmaschinen gar keine Veredelungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel den rotativen Siebdruck, haben. Somit steigt die Anzahl der möglichen Etikettenlieferanten und der Einkaufspreis für die Etikette sinkt zwangsläufig. Der zunehmende Verlust des direkten Kundenkontakts und das Absenken des Qualitätsniveaus der Etikette führen dazu, dass der Etikettendrucker austauschbar wird und der Preisdruck steigt. 

Die drei Konfitürengläser zeigen deutlich, dass ein attraktives Verpackungsdesign mit leuchtenden Siebdruckfarben stärkere Aufmerksamkeit erregt und wachsende Umsatzzahlen generiert.

Die Etikettendrucker fokussieren sich zu sehr auf den Output
Die stetig fortschreitende technische Entwicklung erlaubt eine immer einfachere, schnellere und billigere Etikettenproduktion. Dadurch entsteht aber ein Preiskampf, dem man vorwiegend durch Wachstum – zum Beispiel durch die Vergrößerung des Kundenkreises, die geographische Ausweitung in neue Verkaufsgebiete oder die Übernahme heimischer Wettbewerber – beizukommen versucht. In diesem Preiskampf lautet der Lösungsansatz vieler Etikettendrucker: den Output an Etiketten erhöhen, um so möglichst niedrige Produktionskosten zu generieren. Ein hoher Output lässt sich aber nur erzielen, wenn die Etiketten drucktechnisch möglichst einfach und schnell zu produzieren sind – man verzichtet auf Druckveredlung. So kommt es, dass die Druckereien häufig selbst auch daran interessiert sind Etiketten zu produzieren, die vom optischen Erscheinungsbild her immer ähnlicher und austauschbarer werden. Mit dem Verzicht auf den Kombinationsdruck vergrössert  allerdings der Etikettendrucker selbst die Anzahl seiner Konkurrenten.

Die Stärke des Siebdrucks mit Gallus Screeny Siebdruckplatten: ein hohes Deckungsvermögen bei großflächigen Motiven und feinen Linien.

Den Kombinationsdruck proklamieren
Letztendlich hat der Kunde der Etikettendruckerei ein Ziel: er will sein Produkt erfolgreich verkaufen. Aber wie soll das funktionieren, wenn im Verkaufsregal die etikettierten Produkte alle identisch aussehen – mehr oder weniger im Einheitsbrei untergehen? Eine der Hauptaufgaben des Druckers besteht heute darin, den Kreativagenturen mit seinem langjährigen Know-how zur Seite zu stehen und den Vorteil des Kombinationsdrucks zu verdeutlichen. Nur wer sich heute im Verkaufsregal differenziert, sei es durch Siebdruckapplikationen wie zum Beispiel brillante Bildwirkungen, dreidimensional wirkende Schriften, Glitter oder fühlbare Reliefs, wird wahrgenommen und steigert den Verkauf seiner Produkte. Das Problem liegt darin, dass viele Kreativagenturen beim Entwurf der Etiketten zu wenig wissen, mit welchen technischen Möglichkeiten die zu niedrigsten Preisen produzierte Flexodrucketikette zu einer attraktiveren Verkaufshilfe umgestaltet werden könnte. Sie sind es, die vom Etikettendrucker informiert werden sollten, mit welchen Möglichkeiten die Etiketten attraktiver gemacht werden können, ohne dass die Druckkosten übermäßig steigen. Denn die Inline-Produktion einer schmalbahnigen Etikettendruckmaschine, wie beispielsweise bei Gallus Druckmaschinen, wirkt ja ebenfalls kostensenkend. Die Etikettendruckerei sollte den Beschaffungsverantwortlichen und den Kreativen den optimalen Weg zwischen kostengünstiger Produktion, wie sie durch die Gallus Inline-Lösung unterstützt wird, und anspruchsvollem Design aufzeigen.

Diese transparente Etikette zeigt eine durch Siebdruck erzeugte, dreidimensionale und deutlich fühlbare Schrift in brillantem Weiss. Auf das leuchtende Weiss des runden Logos wurde die vierfarbige Etikette mit Flexodruck aufgedruckt.

Das Potential der Inline-Fertigung voll ausschöpfen
Eine wirtschaftliche Etikettenproduktion ist nur dann möglich, wenn entlang der Wertschöpfungskette möglichst keine Unterbrechungen stattfinden, das heißt, wenn alle Druck- und Veredelungsprozesse nacheinander in einem Arbeitsgang in einer Maschine erfolgen. Der Etikettendrucker sollte auf seiner Druckmaschine inline möglichst viele Druck- und Veredelungsverfahren kombinieren und dies so oft wie möglich. Zum einen unterscheidet er sich dann mehr von anderen Etikettendruckern und wird dadurch schwieriger austauschbar. Zum anderen schöpft der Etikettendrucker dadurch das Inline-Fertigungs-Potential seiner Druckmaschine besser aus. Das Gallus Produkte-Portfolio mit seinen modularen Schmalbahnrol-lendruckmaschinen bietet für jeden Etikettendrucker eine optimal auf die jeweilige Auftragspalette zugeschnittene Maschine und einen guten Lösungsansatz für eine wirtschaftliche Inline-Produktion im Kombinationsdruck.

Die Gallus RCS Plattform zum Beispiel, die in 330 und 430 mm Druckbreite erhältlich ist, weist zurzeit die höchste Produktivität und Flexibilität bei der Herstellung von anspruchsvollen Etiketten auf. Diese modular aufgebaute Reihenbaudruckmaschine mit Direktantrieb kann auf bis zu 12 Druckstationen ausgebaut werden und fährt mit einer Maschinengeschwindigkeit von bis zu 160 Metern pro Minute. Die Gallus RCS ermöglicht die Bedruckung von dünnsten Folien wie PE, PET, PVC oder OPP ab 20 µm, auf Papier ab 60 g/m2 bis hin zu leichten Kartons. Je nach gewünschter Etikettenart können UV-Flexodruck, UV-Offsetdruck und Rollensiebdruck als Druckverfahren eingesetzt werden, kombiniert mit den Veredelungsverfahren Lackierung, Reliefprägung, Heissfolienpräge- und Kaltfoliendruck. Für die Umsetzung von Silber-, Gold- und Metallfarbtönen bietet Gallus zusätzlich ein Tiefdruck-Druckwerk an, welches ebenfalls überall in der Maschine eingesetzt werden kann.

Betrachtet man den rotativen Siebdruck etwas näher, lässt sich feststellen, dass der Rollensiebdruck ein attraktives und wirtschaftliches Druckverfahren ist, um einfach Mehrwert zu genieren. Auch bei bereits in Betrieb stehenden Schmalbahn-Rollendruckmaschinen können neue Siebdruckwerke nachgerüstet, eingesetzt und somit das Potential der Druckmaschine erweitert werden. Als Lösungsanbieter bietet Gallus seinen Kunden ein Siebdrucksystem bestehend aus drei Komponenten: dem Druckwerk, den Gallus Screeny Siebdruckplatten und der Herstellung des Rundsiebs. Die Position eines Gallus Siebdruckwerkes kann im Produktionsalltag einfach, schnell und kostensparend in der Druckmaschine verändert werden und ermöglicht somit eine rasche Anpassung an nachfolgende Aufträge (Plug & Print). Die Gallus Screeny Siebdruckplatten – erhältlich in acht Auflösungen, von 100 µm Strichbreite bis zur Vollfläche – werden als Formate oder Rollen geliefert, sind mit einer lichtempfindlichen Photopolymerschicht beschichtet und mit einer Schutzfolie versehen. Der Herstellungsprozess eines druckfertigen Rotationssiebes ist einfach und dauert weniger als 30 Minuten. Aufgrund der wirtschaftlichen Inline-Produktion und der einfachen und schnellen Druckformherstellung ist der rotative Siebdruck also eine interessante Möglichkeit, um das Potential einer Druckmaschine besser auszuschöpfen.

Die Etikette dieser Getränkeflasche vermittelt dem Kunden auf Grund des strahlenden Weiss, welches mit Siebdruck unterlegt wurde, den Eindruck eines erfrischenden Getränkes.

Den Preiswettbewerb umgehen
Die Ursachen für den Preiskampf im Etikettendruck können nur nachhaltig bekämpft werden, indem der Etikettendrucker versucht seinen Kunden die Vorteile und den Mehrwert des Kombinationsdruckes beziehungsweise der Druckveredelung aufzeigen – der Siebdruck ist hier ein sehr geeignetes Druckverfahren. Denn nur über den Kombinationsdruck kann sich der Etikettendrucker – aber  auch seine Kunden – von der Konkurrenz abheben und differenzieren. Hat es der Etikettendrucker geschafft den Mehrwert des Kombinationsdruckes zu verkaufen, dann schöpft er dadurch auch automatisch besser das Potential seiner Druckmaschine aufgrund der wirtschaftlichen Inline-Produktion aus.

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