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Firmengeschichte

Die Gründungsjahre

1923 erfolgt die Gründung eines kleinen soliden Betriebes, der sich in den folgenden Jahrzehnten mit seinen Druckmaschinen einen Platz an der Spitze des Weltmarktes erarbeitet. Am 6. März 1923 wurde die Einzelfirma “Ferdinand Rüesch, Eichmeister” mit Geschäftsnatur “Waagenfabrik und Maschinenwerkstätte, Eichstätte, Spitalgasse 8” gegründet und im Handelsregister eingetragen.

Den Mutigen gehört die Welt: in schlechtesten Zeiten trat Ferdinand II. Rüesch den Beweis dafür an.

Im Jahr 1925 zeichnete die St.Galler Firma Schuster & Co. ihre Stoffmuster Stück um Stück handschriftlich aus. Nachdem man den Aufwand dafür als zu hoch erachtete, wandte man sich mit diesem Rationalisierungsproblem an Ferdinand II. Rüesch.

Dieser entwarf gemeinsam mit seinem Werkmeister Johann-Georg Schick eine kleine, handgetriebene Druckmaschine. So baute man die erste Gallus Etikettendruckmaschine, die Gallus Junior.

Modernisierung in den 50er Jahren

1953 übernahm Ferdinand III. Rüesch das Geschäft von seinem Vater und begann mit dem Ausbau des Exportgeschäftes sowie des Umbaus der Produktion in eine industrielle Fertigung.

Gleichzeitig änderten sich die Ansprüche des Marktes: das Bedrucken seidener Geschenkbänder, Rabattmarken, Anhängeetiketten für die Fluggesellschaften bis hin zu IBM-Lochkarten – mit einer Gallus Etikettendruckmaschine konnten bereits damals die unterschiedlichsten Aufgaben wahrgenommen werden.

1950 wurde an der grafischen Fachmesse in Chicago in zweierlei Hinsicht Geschichte geschrieben: die Einführung der ersten Gallus Flexodruckmaschine und das erstmalige Bedrucken von Selbstklebematerial auf Etikettendruckmaschinen. Der initiative Erfindergeist von Ferdinand III. Rüesch hatte sich inzwischen weit herumgesprochen.

Globalisierung und Industrialisierung

Anfangs der 70er Jahre wurde die Firma komplett neu organisiert und ausgerüstet mit den modernsten Produktionsmitteln und Herstellverfahren, die es damals gab.

Bereits im Jahr 1971 stieg das Unternehmen in die NC-Technik - die heutigen CNC Maschinen - ein. Seither arbeitete Gallus kontinuierlich an der konsequenten Umsetzung des Lean Manufacturing / Six-Sigma Konzepts an allen Standorten.

Zu Beginn der 90er Jahre folgte eine intensive Phase der Dezentralisierung mit der Gründung von lokalen Vertriebs- und Servicegesellschaften.

In den Ländern USA, Australien, Deutschland, Grossbritannien und Dänemark entstehen eigene Tochtergesellschaften, in anderen Teilen der Welt wurden mit Partnerfirmen Vertretungen aufgebaut.

1990 übernahm Ferdinand IV. Rüesch das Geschäft von seinem Vater.

Im Jahr 1999 erfolgt mit der 30% Beteiligung der Heidelberger Druckmaschinen AG ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Gallus Gruppe. Wenn zwei Marktführer zusammenarbeiten, entstehen Spitzenleistungen: Beide Unternehmen kooperieren im Marketing, im Vertrieb und in der Entwicklung neuer Technologien. Von diesen Synergien profitieren die Kunden beider Firmen – auf der ganzen Welt.

Mit der Akquisition der Firma BHS Druck- und Veredelungstechnik GmbH in 2006 erweitert die Gallus Gruppe ihr Produktportfolio und Fachwissen u.a. in den Bereichen Stanztechnik und mittelbreiten (650-1500mm) Flexo- und Tiefdruckmaschinen. Im Jahr 2007 gründet die Gallus Gruppe neben dem Geschäftsfeld Etiketten den zweiten und eigenständigen Geschäftsbereich Faltschachteln. Auf der Drupa 2008 erfolgt die Markteinführung der Gallus ICS 670, der weltweit ersten Druckmaschine für die Inline Herstellung von hoch veredelten Faltschachteln: von der Rolle zum Produkt in einem Durchgang.

Um die Entwicklung einer digitalen Etikettendruckmaschine in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Druckmaschinen AG zu beschleunigen, bringt Ferdinand Rüesch seine 70% Gallus Anteile bei der Heidelberger Druckmaschinen AG mit ein. Ferdinand Rüesch wird damit Ankeraktionär des langjährigen Partnerunternehmens Heidelberg. Der vom Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) im Juni 2014 beschlossene vollständige Erwerb der Gallus Holding AG wurde im August 2014 vollzogen.