Ausgabe 24 / Dezember 2010

We are Gallus – Stefan Heiniger

We are Gallus – Stefan Heiniger

Anfang Oktober übernahm Stefan Heiniger als Chief Operating Officer (COO) die Leitung des Geschäftsbereichs Etiketten. Stefan Heiniger ist seit sechs Jahren bei Gallus und hatte zuletzt während zweier Jahre die Leitung der Forschung & Entwicklung für das Etikettengeschäft inne. Während den ersten beiden Monaten in seiner neuen Funktion stand aufgrund organisatorischer Veränderungen vor allem die Gestaltung der neuen Abläufe mit dem Ziel hoher Kundenorientierung im Fokus.

Name:

Stefan Heiniger

Funktion:

COO Geschäftsbereich Etiketten

Ausbildung:

Dipl. El.-Ing. ETH, ETH Zürich
Executive MBA HSG, Universität St. Gallen

Beruflicher Werdegang:

Bevor ich 2005 zu Gallus stiess, war ich bei ABB im Bereich Zeitungsdruck tätig. Wir bauten damals eine neue Abteilung auf, welche die Vorstufe in den grossen Zeitungshäusern, d.h. die Herstellung der Zeitungsseiten von Filmbelichtung (Handarbeit) auf digitale Produktion (CTP) vorantrieb.
Bei Gallus konnte ich dann zuerst einige Erfahrung im Bereich Customer Services machen, bevor ich die letzten knapp zwei Jahre die Forschung & Entwicklung des Etikettengeschäfts führte. In allen bisherigen Tätigkeiten war mir der Kundenkontakt stets ein grosses Anliegen und es gelang mir meist, diesen auch aktiv wahrzunehmen. Dies wird in meiner neuen Aufgabe noch an Bedeutung gewinnen.

Hobbies:

Neben der Zeit mit meiner Familie halte ich mich gerne sportlich fit. Meine grosse Leidenschaft ist aber sicherlich die dritte Dimension. Seit meiner frühsten Jugend fasziniert mich die Fliegerei, welche ich seit den frühen 90er Jahren, damals als Fallschirmspringer und heute als Privatpilot, auch aktiv ausübe.

Familie:

Ich bin verheiratet mit Rahel und wir haben drei Kinder, Pascal (8), Patricia (6) und Mischa (10 Monate).

Sie haben im Oktober 2010 die Leitung des Geschäftsbereichs Etiketten als Chief Operating Officer (COO) übernommen. Wie würden Sie die ersten zwei Monate in Ihrer neuen Funktion beschreiben?

Mit der neuen Ausrichtung der Gallus Gruppe in Geschäftsbereiche sind speziell im Geschäftsbereich Etiketten sowohl am Standort Langgöns als auch in St. Gallen einige Veränderungen erforderlich. In den ersten Wochen standen daher hauptsächlich die Gestaltung der neuen Abläufe und die Klärung der dabei aufkommenden Fragen zuoberst auf der Prioritätenliste. Es geht hier vor allem darum, den Geschäftsbereich noch fokussierter auf die Anforderungen unserer Kunden auszurichten. Eine organisatorische Veränderung bringt immer auch viel Detailarbeit in verschiedensten Bereichen mit sich. Diese Details werden durch einzelne Projektteams bearbeitet. Aus meiner Sicht sind daher die stetige Kommunikation und ein proaktiver Austausch über die unterschiedlichsten Aktivitäten zwischen den Projektteams wichtig.

Wie sieht ein durchschnittlicher Arbeitstag als COO aus?

Das Schöne an dieser Funktion ist, dass es aufgrund der Vielfältigkeit der Aufgaben eigentlich keinen durchschnittlichen Arbeitstag gibt. Eine grosse Herausforderung stellt die Priorisierung der einzelnen Aufgaben dar. Der Zeitgeist bringt es bekanntermassen mit sich, dass die Menge der täglich erhaltenen Information teilweise grösser ist als die Kapazität diese zu verarbeiten. Die Auswahl der jeweils wichtigsten Tätigkeiten ist somit sicherlich eine zentrale Tätigkeit und orientiert sich prioritär an unseren Kundenbedürfnissen.

Wie setzen Sie die hohen Qualitätsansprüche der Kunden, aber auch von Gallus in Ihrem Berufsalltag um?

Qualitätsansprüche sind natürlich vielfältig. Bei der Beantwortung dieser Frage möchte ich mich vor allem auf die Qualität im Bezug auf den Umgang mit Kunden (sowohl externen als auch internen) konzentrieren. Dieser Herausforderung gerecht zu werden ist nicht immer einfach, speziell in der heutigen, hektischen Zeit.
Ich versuche dabei zwei Grundsätze anzuwenden: Einerseits frage ich mich jeweils, wie ich als Kunde bedient werden möchte. Dies gibt meist bereits eine Idee wie ich mich in der entsprechenden Situation verhalten soll. Andererseits versuche ich sicherzustellen, dass in den Fällen, bei welchen ich direkt kontaktiert werde, der Kunde innerhalb nützlicher Frist eine Antwort erhält. Oftmals kann ich selber nicht alle Fragen beantworten. Als erster Kontakt bin ich aber verantwortlich, dass die Antwort den Kunden auch erreicht. Das bequemere Delegieren per e-Mail (die „fire and forget“ - Methode mit dem „Senden“-Knopf) verhindere ich und fordere dies auch von allen meinen Mitarbeitenden.

Wie bleiben Sie in Ihrem Berufsalltag stets kreativ und innovativ?

Ich glaube, dass dazu Offenheit für Neues notwendig ist. Diese Neugierde begleitet mich eigentlich bereits Zeit meines Lebens und sie macht es mir somit einfach, mich mit Neuem zu befassen. Dabei stelle ich häufig einen Zusammenhang mit unserem Geschäft und unserer Industrie her. Wenn man dabei Erfahrungen und Methoden übernimmt und für die jeweilige Situation entsprechend anpasst, ist man bereits in einem kreativen Prozess der Innovation, auch wenn dies manchmal nur kleine Dinge betrifft.
Oft diskutiere ich auch aktuelle Themenstellungen mit Bekannten aus völlig anderen Bereichen. Auch dies kann zu kreativen Ideen führen. Ich verhalte mich aber nicht vorsätzlich kreativ oder innovativ. Gewisse Dinge entwickeln sich eben einfach.

Worin sehen Sie Ihre grössten Herausforderungen?

Zurzeit ganz klar mein Zeitmanagement. Die Erfüllung der berechtigen Ansprüche der Menschen, mit denen ich täglich zu tun habe - seien das unsere Kunden, meine Familie, meine Arbeitskollegen oder meine Mitarbeitenden - stellt aktuell meine grösste Herausforderung dar.

Wie schalten Sie ab? Ein paar Worte zu Ihrer Person.

Obwohl ich eine sehr aktive Persönlichkeit bin, geniesse ich gerne ein gemütliches Essen und ein gutes Glas Rotwein. Weil ich oft unterwegs bin, schalte ich gerne zu Hause bei meiner Familie ab. Mit den drei Kindern können Sie sich vorstellen, dass man praktisch auf Knopfdruck nach der Ankunft zu Hause auf andere Gedanken kommt.


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