Ausgabe 23 / September 2010

Editorial

Willkommen zur 23. Ausgabe von Gallus In Touch.

Vor 10 Jahren hat Gallus an der Drupa 2000 den Prototypen eines Maschinensystems vorgestellt, welcher mit Gallus RCS 330 bezeichnet wurde. Ein rotatives Converting System mit 330 mm Druck und Arbeitsbreite.

Die Vision war einfach, klar und ambitiös: Dieses Maschinensystem sollte einen Quantensprung in der Produktivität (im Vergleich zu allen bisherigen Schmalbahnmaschinen) aufgrund höchster Auftragswechseleffizienz und maximaler Verfahrensflexibilität bringen. Mit maximaler Verfahrensflexibilität wünschten wir den Einsatz aller für die Etikettenindustrie wichtigen und notwendigen Druck- und Bearbeitungsverfahren, idealerweise einsetzbar auf jeder Plattform (Druckstation), möglichst einfach wechselbar von Auftrag zu Auftrag.


Die Wunschliste der Druck- und Bearbeitungsprozesse war eindrucksvoll:

Flexodruck, Offsetdruck, Tiefdruck, Siebdruck, Kalt- und Heissfolienprägen, Laminieren, Kaschieren, Rückseitendruck, Stanzen sowie offen für neue Prozesse und dies auf allen Materialien, die in der Etikettenwelt gängig sind und noch Einzug halten werden - also von trägerlosen Monomaterialien (Folienverbunden) über selbstklebende Materialien zu Tubenlaminaten und leichten Kartongrammaturen.

Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, entwickelten unsere Ingenieure die erste wellen- und zahnradlose Druckmaschine der Etikettenindustrie. Sleeves mit Frontbeladung, einfachste Job- und Verfahrenswechselprozesse und hohe Unterstützung des Betreibers durch bedienerfreundliche Automationsbausteine fanden Eingang in das Maschinenkonzept.

10 Jahre nach der Vorstellung der Vision können wir mit Genugtuung feststellen, dass die Vision Wirklichkeit wurde:

Heute arbeiten über 1’000 Druckwerke auf der ganzen Welt zur Zufriedenheit ihrer Kunden – zwischenzeitlich in den Arbeitsbreiten 330 und 430 mm. Die Einsatzgebiete reichen von der Bedruckung unterschiedlichster Materialien wie Monofolien, Aluminiumfolien ab 7 µ, Selbstklebeverbunde, Tubenlaminate, Offsetpapiere, Leichtkartonagen bis zur Nutzung der Maschine als Forschungsinstrument an der Technischen Universität Darmstadt zum Thema “Funktionales Drucken“ und Drucken dünner Schichten.

Die eingesetzten Druckverfahren umfassen alle in der Vision genannten Verfahren. Beim Offsetdruck arbeiteten unsere Ingenieure mit Experten unseres Partners Heidelberger Druckmaschinen AG zusammen und entwickelten ein in der Industrie bisher an Stabilität, Druckqualität und Produktivität unerreichtes Niveau, welches zwischenzeitlich von Nordamerika über Europa bis Australien / Neuseeland tagaus / tagein im Produktionseinsatz ist.

Das bisher Erreichte ist für uns Verpflichtung für weitere kontinuierliche Verbesserungen an diesem Maschinensystem, welche insbesondere die Produktivität und die Anwendungsbreite weiter erhöhen werden.

Bitte lesen Sie im Artikel über das Unternehmen Vox, wie dessen Gründer und Inhaber Manuel Ribeiro die Gallus RCS 430 in seinem Unternehmen für die Herstellung von hochveredelten Nassleimetiketten einsetzt: Es ist die Maschine, von der ich viele Jahre geträumt habe…

Mit der Gallus ECS 340 will Gallus einen ähnlichen Benchmark setzen wie vor 10 Jahren mit der Gallus RCS 330: Hier konzentrieren wir uns jedoch im Unterschied zu höher- oder hochveredelten Etikettenanwendungen auf sogenannte “Commodity“ Etikettenanwendungen, also Anwendungen, die ohne umfangreiche Veredelungsprozesse wie beispielsweise Heissfolienprägen und Siebdruck hergestellt werden.

Die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen dieser Anwendungen, vor allem im Lebensmittel-, Pharma- und Industriebereich, führte zu einem Maschinenkonzept, das die Fachwelt begeistert. Dessen Stabilität durch den Einsatz von technischem Granit, die hohe Bedienerfreundlichkeit und alle produktivitätsfördernden Elemente aus dem Maschinensystem Gallus RCS wie modernste Antriebstechnologie auf Servo-Basis und der Einsatz der Sleevetechnologie führen zu hervorragender Wirtschaftlichkeit, also unschlagbar tiefen Etikettenkosten bei einem äusserst attraktiven Kaufpreis.

Franklin Nice, Inhaber des Unternehmens Gintzler / USA, ist einer der ersten Betreiber der Gallus ECS 340 in USA. Lesen Sie bitte seine Erfahrungen: Die Gallus ECS 340 eröffnet neue Möglichkeiten für Gintzler Graphics

Um dieses Maschinenkonzept einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu können, hat unsere nordamerikanische Mannschaft um Brian Bishop eine fahrbare Plattform entwickelt und startet nach der Labelexpo Americas 2010 zu einer Tour durch die Vereinigten Staaten mit Stopps in mehreren grossen Städten. Zum ersten Stopp an der Labelexpo Americas vom 14. – 16. September 2010 in Chicago heissen wir Sie gerne willkommen! Gallus ECS 340 Roadshow hält auf der Labelexpo Americas 2010 in Chicago

Die weiteren Beiträge dieser Ausgabe behandeln die Anwendung der sogenannten Booklet Etiketten: Booklet-Etiketten – ein Nischensegment im Etikettenmarkt?

Der Bericht über ein neuartiges Plattenbebilderungsgerät der Firma Lüscher beschreibt die Vorteile der durchgängigen Digitalisierung in der Vorstufe und die von Gallus neu entwickelten Siebdruckplatten Screeny Digital: GEWA Etiketten – Weltpremiere der digitalen Prepress-Integration bei Haftetiketten

In unserer Artikelserie zum Service beschreibt Ralph Gschwend die Aluminium Sleeve Produkte von Gallus und deren Vorteile: Gallus setzt auf Aluminium Sleeves

In unserer Reihe We are Gallus stellen wir Ihnen diesmal Daniel Zeidler vor. Daniel leitet unser Servicegeschäft und treibt dieses mit viel Elan weiter.

Den Schluss bildet wieder ein Tipp aus der Druckpraxis von Roger Oberholzer: Praxiserfahrung im Etikettendruck: „Ueberfärbung der Druckplatte“

Nun darf ich Ihnen viel Spass bei der Lektüre wünschen!

Herzliche Grüsse

Klaus Bachstein
CEO


zurück
Share |