Ausgabe 41 / März 2015

Gallus Screeny: Erfolgreich mit digitaler Bebilderung

Die Welt ist wird zunehmend  digital und das spüren auch die Etikettendruckereien. Klassische Druckverfahren wie Flexo-, Offset-, Buch- oder Siebdruck erhalten Konkurrenz vom Digitaldruck. Nach wie vor wird jedoch ein Grossteil der Etiketten mit den analogen Druckverfahren produziert. Die Druckformen für diese analogen Druckverfahren können heute jedoch besser, schneller und effizienter hergestellt werden, indem man sie „digital“ fertigt. Am Markt sind diverse digitale Belichtungssysteme – „Computer to Plate (CTP) – Systeme“ – verfügbar, welche die Herstellung der klassischen Druckformen erheblich vereinfachen. Wo aber liegen die Vorteile von digitalen Belichtungssystemen und welches Belichtungssystem ist für den jeweiligen Etikettendrucker das richtige, damit er  seine Druckformen digital und wirtschaftlich fertigen kann?

Unabhängigkeit gegenüber Filmen und Chemikalien

Einer der Hauptvorteile, welche digitale Belichtungssysteme mit sich bringen, ist ihre Unabhängigkeit gegenüber der Verfügbarkeit von Filmen und Chemikalien. Für die Filmbelichtung von Druckformen benötigt man zum einen den Film sowie diverse weitere Chemikalien. In der Druckbranche geht der größte Volumenanteil an Maschinen, Bedruckstoffen und Verbrauchsmaterialien nach wie vor in den Akzidenz-Offset-Druck (Bogen und Rolle). Genau in diesem Bereich sind mittlerweile CTP-Systeme zum Standard geworden, wodurch die klassischen Anbieter von „Computer to Film (CTF)“ Systemen ihren Hauptmarkt verloren haben. Man kann recht leicht prognostizieren, dass die Anbieter von CTF-Systemen aufgrund der schrumpfenden Kundenanzahl bald nicht mehr in der Lage sein werden, die Filme und notwendigen Chemikalien wirtschaftlich anbieten zu können. Der Siebdruck ist mittlerweile fast das einzige Druckverfahren, bei dem in der Praxis noch Filme benötigt werden. Deshalb macht das Betreiben eines Filmbelichters wirtschaftlich bald keinen Sinn mehr, da auch die Rohmaterialkosten stetig steigen. Digitale Belichtungssysteme sind die Alternative.

Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Standardisierung und Automation

Digitale Belichtungssysteme haben aber noch weitere Vorteile: Durch digitale Belichtungssysteme werden nämlich Arbeitsprozesse in der Druckvorstufe automatisiert und standardisiert. Im Gegensatz zur indirekten Bebilderung über das konventionelle Filmbelichtungsverfahren „Computer to Film (CTF)“, spart „Computer to Plate (CTP)“ einen erheblichen Teil der Montage- und Materialkosten. Umständliche manuelle Arbeiten fallen beim CTP weg, da sie von einer Maschine übernommen werden. Sind die Maschinenparameter einmal richtig eingestellt, werden alle Druckformen gemäss diesen eingestellten Parametern in der immer gleichen Qualität gefertigt. Sollte bei der Druckformherstellung irgendwann ein Fehler auftauchen, ist dieser leicht zu beheben.

Mehr Qualität und höhere Prozesssicherheit

Mit direkt bebilderten Druckplatten lassen sich hochwertigere Druckergebnisse erzeugen als mit der klassischen Filmbelichtung. So ist beispielsweise die Randschärfe der Rasterpunkte höher und es können kleinere Rasterpunkte erzeugt werden. Dies ist möglich, weil digitale Belichtungssysteme mit einem Laser arbeiten, mit dem der Lichtstrahl exakt und präzise gesteuert werden kann. Ein weiterer Vorteil von digitalen Belichtungssystemen ist die Reduzierung von diversen mechanischen Einflüssen auf die Druckplatte, wie zum Beispiel Fehlbelichtungen, Staub oder Kratzer. Digital bedeutet nämlich, dass die Druckform ohne Kontakt hergestellt wird. Unterschiedliche Druckergebnisse aufgrund unterschiedlicher Filmdicken gehören der Vergangenheit an. Der Laser eines digitalen Belichtungssystems garantiert eine immer gleichbleibende Qualität.

Technischer Aufbau eines digitalen Belichtungssystems

Ein digitales Belichtungssystem besitzt eine Lichtquelle (Laser) und einen Computer. Durch den Computer werden Computerdateien direkt mittels eines Lasers auf die Druckform übertragen. Für die Übertragung rechnet der Computer das Druckbild binär um und steuert den Laser an. Die Druckform hat eine reaktive Schicht, die auf das Wellenspektrum des Lasers abgestimmt ist. Wenn diese Schicht vom Laser getroffen wird, wird sie entweder von Infrarot (IR) Strahlen abgebrannt oder direkt durch die ultravioletten Strahlen (UV) bebildert.

 

Digitale Siebdruck-Plattenbelichtung „Computer to Plate CTP“ mit UV-Strahlung

Optimales Wellenspektrum der jeweiligen Druckform

Im schmalbahnigen Etikettendruck herrschen folgende analoge Druckverfahren vor:
Flexo-, Offset-, Buch- und Siebdruck. Für diese analogen Druckverfahren wird eine Druckform benötigt. Die jeweilige Druckform erhält ihr Druckbild, indem ein Laser das Druckbild auf die lichtempfindliche Schicht der Druckform überträgt. Jede lichtempfindliche Schicht hat ein optimales Wellenspektrum, bei dem sie besonders gut reagiert. Das optimale Wellenspektrum für die Herstellung der jeweiligen Druckform wird in folgender Tabelle festgehalten:

Anhand der Tabelle ist zu erkennen, dass das optimale Wellenspektrum nicht bei jeder Druckform gleich ist. Die erste Frage, die sich der Etikettendrucker stellen sollte, ist deshalb folgende: Welche Druckformen will er digital fertigen? Will er nur eine Art von Druckformen digital herstellen, sollte er in der Lage sein, selber ein geeignetes Belichtungssystem zu finden. Will er aber mehrere oder sogar alle Druckformen digital fertigen können, dann erweist sich die Suche nach dem richtigen Belichtungssystem etwas komplizierter. Man muss hierfür entweder mehrere Belichtungssysteme mit dem optimalen Laser für die jeweilige Druckform haben oder ein Belichtungssystem mit mehreren Lasern besitzen, welche für die jeweilige Druckform das optimale Wellenspektrum aufweisen.

Workflow eines digitalen Belichtungssystems

Systemlösung von Gallus Screeny

Gallus hat mit Gallus Screeny das grösste Sortiment an analogen und digitalen Siebdruckplatten. Gallus bietet für die am Markt verfügbaren Belichtungssysteme immer die optimale Lösung, damit der Etikettendrucker erfolgreich Gallus Screeny verwenden kann. Dies hat zur Folge, dass die Etikettendruckerei im Idealfall nur ein Belichtungssystem verwenden muss, um alle Druckformen (Flexo-, Offset-, Buchdruck- oder Siebdruckplatten) herstellen zu können. Das spart Investitionskosten, Arbeitszeit und Geld. Gallus berät Sie gerne und erklärt Ihnen, welches Belichtungssystem für Ihr Unternehmen aus unserer Sicht das richtige ist. Kontaktieren Sie uns: screeny@gallus-group.com – wir helfen Ihnen gerne weiter.


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