Ausgabe 40 / Dezember 2014

We are Gallus – Niklaus Amacker

Nach Erlangen der schweizerischen Matura und einem einjährigen Praktikum in einer Werbeagentur, absolvierte Niklaus Amacker ein Studium zum diplomierten Tourismusfachmann in Graubünden. Gleich danach erfolgte der Einstieg ins internationale Marketing bei einem weltweit tätigen Fräsmaschinenhersteller und, nach einem mehrjährigen Abstecher in die Versicherungsbranche, die Anstellung bei der Gallus Ferd. Rüesch AG, wo er 2010 die Stelle des Leiters Corporate Communications übernahm. Seit 2014 ist Niklaus Amacker als Area Sales Manager für Gallus in Lateinamerika unterwegs.

Name:

Niklaus Amacker

Funktion:

Area Sales Manager Latin America

Ausbildung:

- Int. Diplom in Strategischem Marketing mit Auszeichnung, Universität Cambridge
- Executive MBA FH in International Marketing, Kalaidos Fachhochschule Zürich
- Marketingplaner mit eidg. Fachausweis
- Dipl. Tourismusfachmann HF
- Matura Typus B

Beruflicher Werdegang:

Nach der Matura, einem einjährigen Praktikum in einer Werbeagentur und der Ausbildung zum Dipl. Tourismusfachmann bin ich beim weltweit tätigen Fräsmaschinenhersteller StarragHeckert ins internationale Marketing eingestiegen. Nach einem fast vierjährigen Abstecher als Markt-Kommunikationsmanager bei Helvetia, einem europaweit tätigen Schweizer Versicherungskonzern, kehrte ich 2010 zurück in die internationale Maschinenbauindustrie und übernahm bei Gallus die Stelle als Leiter Corporate Communications. Gut drei Jahre war ich bei Gallus für sämtliche Kommunikations- und Marketingaufgaben verantwortlich. Dazu gehören insbesondere die Organisation und Durchführung der weltweiten Messeauftritte, die Gestaltung und Bereitstellung von Verkaufsinstrumenten und –unterlagen, der Unterhalt und Ausbau des Gallus Auftritts im Internet, die Pflege und Weiterentwicklung des CI/CD, die interne und externe Kommunikation inklusive Pressearbeit sowie verschiedene Repräsentanz-Aufgaben in internationalen, industrienahen Fachverbänden und Gremien. Per 1. Januar 2014 übernahm ich die Funktion als Area Sales Manager Latin America und bin für den Verkauf der Gallus Maschinen in ganz Lateinamerika verantwortlich.

Hobbies:

Reisen, Skifahren im Winter, Bergwandern im Sommer, Lesen historischer Romane

Familie:

In guten und festen Händen bei meiner Freundin Barbara

Wie sieht ein durchschnittlicher Arbeitstag in der Funktion Area Sales Manager aus?

Neben grosser Reisetätigkeit zur Kundenpflege und -akquisition in einem Gebiet, das sich über mehr als 10‘000 Kilometer von Mexiko bis Argentinien erstreckt, fallen sehr viele administrative und koordinative Arbeiten an. In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen am Hauptsitz in St. Gallen muss unseren Kunden und den zuständigen Gallus Händlern ein rascher und kompetenter Service geboten werden. Die Spannweite reicht über die gesamte Servicekette von einer akribischen Abklärung der Kundenbedürfnisse im direkten Kundengespräch, über die Offerten- und Vertragserstellung bis hin zu Produktionsplanung und Versand sowie – im Nachgang – dem Aufbau und der Schulung an der Gallus Maschine beim Kunden. Sicherheit und Erfolg für den Etikettendrucker ist dabei der stetig begleitende Leitsatz, welcher tagtäglich vorgelebt und umgesetzt werden muss. Das gilt ebenso gegenüber den Kunden wie gegenüber den Kollegen, denn nur zusammen im Team können alle nachhaltig erfolgreich sein.

Wie setzen Sie die hohen Qualitätsansprüche der Kunden, aber auch von Gallus in Ihrem Berufsalltag um?

Qualität beginnt bei jedem einzelnen. Um den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht zu werden, stelle ich dieselben hohen Qualitätsansprüche an meine Arbeit sowie die meiner Kollegen. Ich stelle die Kundenbedürfnisse ins Zentrum der täglich anfallenden Aufgaben. Vereinbarte Termine und Abmachungen müssen eingehalten werden. Transparenz, Ehrlichkeit und Handschlagqualität sind für mich die Basis einer erfolgreichen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Im direkten Gespräch mit dem Kunden gilt es, dessen Bedürfnisse genau abzuklären und auf Machbarkeit hin zu prüfen. Mit einer hohen Dienstleistungsmentalität muss dann dem Kunden ein optimaler Service geboten werden, Projekte müssen zügig sowie zur höchsten Kundenzufriedenheit umgesetzt werden und der Kunde muss sich bei Gallus richtig aufgehoben fühlen. Der Grundsatz „Ein Mann ein Wort“ begleitet mich dabei ständig.

Wie bleiben Sie in Ihrem Berufsalltag stets kreativ und innovativ?

Im direkten Gespräch mit den Kunden liegt für mich der grösste Fundus an Kreativität und Innovation. Kundenfeedbacks entstehen nicht in dem gedanklich eingegrenzten Raum einer Maschinenfabrik und beleuchten die Dinge von aussen, ohne Rücksicht auf vorhandene interne Strukturen und Prozesse. Dieser ungefilterte Input von Kunden, die unsere Maschinen als Produktionsmittel beziehungsweise Werkzeug zur Befriedigung der Bedürfnisse ihrer Kunden – überwiegend Markenartikler – nutzen, treibt mich an, diese wertvollen Feedbacks proaktiv bei Gallus einzubringen und damit die kontinuierliche Innovation zu fördern. Auf partnerschaftlicher Basis kann so Neues und Besseres entstehen und wir kommen als Team zusammen mit dem Kunden weiter. Denn eigentlich ist es ganz einfach: Geht es unseren Kunden gut, geht es auch Gallus gut.

Des Weiteren lese ich gerne Fachzeitschriften und lasse mich dabei inspirieren. Auch in Magazinen anderer Industrien finden sich immer wieder interessante Ansätze und beim Versuch diese Modelle auch auf die Etikettenindustrie zu übertragen, entstehen häufig gute Ideen.
Letztendlich hilft mir jeweils auch das Fragen nach dem „Warum?“, dem „Was wäre, wenn?“ und dem „Wie?“. Auf der Suche nach den Antworten ergibt sich dann oft eine Eigendynamik, die in kreativen und innovativen Lösungsansätzen mündet.

Worin sehen Sie Ihre grössten Herausforderungen?

Wie bereits erwähnt, erstreckt sich Lateinamerika über eine Distanz von über 10‘000 Kilometern und bringt mit seiner enormen Grösse automatisch einige Herausforderungen mit sich. Eine rege Reisetätigkeit ist unumgänglich, um möglichst alle bestehenden und potentiellen Kunden mit einer gewissen Regelmässigkeit besuchen zu können. Zudem sind die langen Transportwege oft sehr beschwerlich und deren Infrastruktur nicht immer auf dem neusten Stand, was zum Beispiel bei Maschineninstallationen unbedingt berücksichtigt werden muss.

Auch den kulturellen Unterschieden zwischen Lateinamerika und Europa gilt es natürlich Rechnung zu tragen. Als Schweizer die Verhaltens-, Denk- und Vorgehensweisen in Lateinamerika kennen und leben zu lernen, ist sicherlich eine grosse Herausforderung und nicht immer einfach. Mit Offenheit und einer vorbehaltlosen und positiven Grundeinstellung aber bietet sich die Möglichkeit, Zugang zu einer wunderbaren und sehr herzlichen neuen Welt zu erhalten, den persönlichen Erfahrungsschatz enorm zu erweitern und sich persönlich stetig weiter zu entwickeln. Trotz sprachlicher Gemeinsamkeiten gibt es aber auch bereits innerhalb von Lateinamerika grosse kulturelle Unterschiede. Umso mehr bedarf es bei häufigen Reisen und Kundenkontakten innerhalb Lateinamerikas grosser Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Toleranz und viel Geduld, immer gewürzt mit einer guten Prise Humor.

Wie schalten Sie ab? Ein paar Worte zu Ihrer Person.

Gerne entspanne ich mich draussen in der Natur beim Wandern, Skifahren oder einer gemütlichen Fahrradtour. Abends liebe ich es, mich den kulinarischen Spezialitäten aus aller Herren Länder zu widmen – häufig selbst gekocht –, ein gutes Glas Rotwein zu geniessen und spannende Gespräche zu führen. Ich lese gerne historische Romane und Biographien von interessanten Persönlichkeiten – die letzte war zum Beispiel von Bear Grylls, bekannt aus den weltweit ausgestrahlten Survival-Doku-Shows. Falls ich dann immer noch Mühe mit dem Abschalten haben sollte, hilft mir sicher ein ultimativer Überlebenstipp eben dieses Bear Grylls weiter: „Den Blick immer nur nach vorn auf den nächsten Schritt richten, nie nach unten.“


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