Ausgabe 38 / Juni 2014

We are Gallus – Matthias Marx

In seinem Berufsleben kann Matthias Marx auf eine über zwanzigjährige Erfahrung im Bereich der Marketing-Kommunikation zurückblicken. Begonnen hat alles mit diversen Praktika in unterschiedlichen Druckereien und einer ersten Ausbildung zum Fotografen. Danach erfolgte das Studium zum Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Werbetechnik/Werbewirtschaft an der Fachhochschule für Druck in Stuttgart.

Name:

Matthias Marx

Funktion:

Leiter Corporate Communications

Ausbildung:

- Ausbildung zum Fotografen
- Studium zum Wirtschaftsingenieur (FH) mit Schwerpunkt Werbetechnik/ Werbewirtschaft an der Hochschule für Druck (heute Hochschule der Medien) in Stuttgart, Vaihingen/Deutschland

Beruflicher Werdegang:

- 1 ½ Jahre Marketing-Productioner, d.h. verantwortlich für die Erstellung aller Werbemittel, bei einem deutschen Markenartikler in der Konsumgüterindustrie
- 4 Jahre Werbeleiter in der Konsumgüterbranche bei einem renommierten deutschen Markenartikelhersteller für Haushaltswaren
- 14 Jahre tätig im Marketingmanagement in der Holzwerkstoffindustrie, die letzten 6 Jahre als Leiter Marketing
- Seit Februar 2014: Leiter Corporate Communications bei der Gallus Gruppe

Hobbies:

Zuerst kommt die Familie mit allem, was dazu gehört. Zudem bin ich gerne bei uns im Allgäu in den Bergen unterwegs, z.B. mit den Tourenski, beim Langlauf, mit dem Mountainbike oder dem Rennrad.

Familie:

Mit meiner Frau und meinen drei Jungs (Lennart 9, Luis 16 und Valentin 17 Jahre) lebe ich im nahe gelegenen Allgäu in Deutschland.

Wie sieht ein durchschnittlicher Arbeitstag als Leiter Corporate Communications aus?

Einen durchschnittlichen Arbeitstag gibt es im Bereich Marketing eigentlich nicht, da unsere Tätigkeit nahezu immer Projektarbeit ist. Selbst sich wiederholende Marketing-Massnahmen, wie zum Beispiel dieser Newsletter, unterliegen einem relativ schnellen, zeitlichen Wandel und müssen immer wieder den neuen Marketinggegebenheiten und dem sich ständig im Wandel befindlichen Umfeld angepasst werden. Die Anzahl der Kommunikationsmedien hat sich mit dem Einzug des Internets in die Businesswelt seit Mitte der Neunzigerjahre vervielfacht. Wir haben es heutzutage, neben den klassischen Medien wie Anzeigen, Public Relations, Messen und Events, mit den unterschiedlichsten Ausprägungen des Internets zu tun. Für uns Marketeers bei Gallus bedeutet das die zeitnahe Bereitstellung aller relevanten Produkt- und Unternehmensinformationen auf der eigenen Website, ein Engagement in den sozialen Netzwerken und das Newsletter-Marketing. In Zukunft wollen wir auch noch weitere mögliche Ausprägungen des Internet-Marketings nutzen.

Für einen Maschinenbauer, wie wir es sind, wird das Erleben des Produktes für den Kunden weiter an Bedeutung zunehmen. Der Kunde nimmt heute für sich in Anspruch, alle für ihn wichtigen Informationen, zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt verfügbar zu haben. Diesem Anspruch wollen wir gerecht werden, dürfen dabei aber das Live-Erlebnis nicht vernachlässigen.

Wie setzen Sie die hohen Qualitätsansprüche der Kunden, aber auch von Gallus in Ihrem Berufsalltag um?

Grundsätzlich stelle ich an mich persönlich und meine Arbeitsergebnisse sehr hohe Ansprüche, was das Thema Qualität angeht, und setze mir dabei recht ehrgeizige Ziele. Eine Premiummarke, wie Gallus im Bereich Etikettendruckmaschinen im Markt wahrgenommen wird, muss nicht nur das Qualitätsniveau erfüllen, das der Kunde erwartet, sondern darüber hinaus noch das besondere Etwas liefern, das uns vom Wettbewerb unterscheidet. Dies will ich mit meiner Arbeit auf der Marketingebene erreichen.

Wie bleiben Sie in Ihrem Berufsalltag stets kreativ und innovativ?

Wenn man diese Frage an die Kreativabteilung richtet, hat sie natürlich ihren besonderen Reiz. Allerdings gibt es meiner Meinung nach für Kreativität und Innovationsfähigkeit keine Universallösung. Man kann und soll Prozesse definieren und einhalten, das hilft bei der Weiterverfolgung der Idee. Man kann – auch das ist eine Möglichkeit – unterschiedliche und bewährte Methoden der Kreativitätsfindung anwenden, aber für die Generierung der eigentlichen „zündenden Idee“ gibt es noch immer kein Patentrezept. Meine langjährige Erfahrung hat mir gezeigt, dass die guten Ideen einem häufig nicht am Schreibtisch kommen. Oft reicht es aber schon aus, die gewohnte Umgebung zu verlassen und die Perspektive zu wechseln. Das passiert bei mir meistens ausserhalb der regulären Arbeitszeit, wenn ich zum Beispiel auf dem Fahrrad sitze und meinen Gedanken nachgehe. Ganz abschalten von meinem Beruf kann ich nur selten, meist drehen auch in meiner Freizeit ganz hinten im Gehirn ein paar kreative Zahnräder weiter für das Unternehmen und entwickeln irgendeine neue Idee.

Ganz besonders wichtig ist es mir, mich in die Situation des Kunden hinein zu versetzen. Was verlangt der Kunde, was hilft ihm wirklich weiter bzw. worin besteht für ihn ein wirklicher Nutzen, der sich dann auch wieder positiv für Gallus auswirken kann? Das herauszufinden und in die entsprechenden Massnahmen umzusetzen, ist eine der kreativen Aufgaben im Marketing.

Worin sehen Sie Ihre grössten Herausforderungen?

Eine der grössten Herausforderungen im Business-to-Business Marketing ist es, die schon erwähnte Vielfalt der Medien zu managen und den richtigen Mix für die Markenkommunikation zu finden.

Wie schalten Sie ab? Ein paar Worte zu Ihrer Person.

Beim Abschalten hilft mir am besten die Familie. Wie man sich vorstellen kann, halten einen drei Jungs ganz schön auf Trab und die Herausforderung, mit den eigenen Kindern noch Schritt zu halten, ist besonders gross. Meine Frau ist ganz froh, wenn ich gemeinsam mit den Buben etwas unternehme. Es liegt in der Natur der Jungs, dass sie viel Action mögen. So gehen wir im Winter häufig zum Skifahren und, wenn kein Schnee liegt, ist auch Biken angesagt.


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