Ausgabe 36 / Dezember 2013

We are Gallus – Martin Leonhard

Martin Leonhard, der seit Anfang 2007 als Verantwortlicher für den Aufbau und die Weiterentwicklung von neuen Geschäftsfeldern in der Gallus Gruppe tätig ist, kann auf eine reiche berufliche Erfahrung zurückblicken. Der diplomierte Wirtschaftsingenieur war vor seinem Eintritt bei Gallus in der Unternehmensberatung, als Organisationsentwickler und als Projektleiter für Strategie-Projekte sowie Unternehmenskäufe und –verkäufe tätig. Seit Oktober 2012 ist er Leiter Business Development Digital bei der Gallus Ferd. Rüesch AG.

Name:

Martin Leonhard

Funktion:

Leiter Business Development Digital

Ausbildung:

Dipl. Wirt. Ing. (FH)

Beruflicher Werdegang:

Zu Beginn habe ich vier Jahre als Berater für Bürokommunikation (damals innovativ: vernetzte PC Arbeitsplätze) in einer Stuttgarter Unternehmensberatung gearbeitet.

Darauf folgten acht Jahren bei der Heidelberger Druckmaschinen AG, zunächst als Organisationsentwickler, dann als Projektleiter in der Konzernstrategie.

Als nächstes arbeitete ich sechs Jahre im Vertrieb und habe als Partner in einer Mannheimer Merger & Acquisition Beratung für meine Auftraggeber Unternehmen gekauft oder verkauft.

Mein erstes Projekt für Gallus war damals die Übernahme der heutigen Gallus Stanz- und Druckmaschinen GmbH in Weiden.

Seit Anfang 2007 bin ich verantwortlich für den Aufbau und die Weiterentwicklung von neuen Geschäftsfeldern in der Gallus Gruppe. Nach Unterstützung der Geschäftsbereiche Siebdruck und Faltschachtel bin ich seit Oktober 2012 verantwortlich für den Aufbau „Digitales Lösungsangebot“ für den Geschäftsbereich Etikettendruck.

Hobbies:

Familie und Freundeskreis, Wandern in den schönen Schweizer Bergen, Kochen und die Gestaltung unseres Gartens.

Familie:

Ich bin verheiratet mit Claudia und habe zwei erwachsene Söhne, Dominik (20) und Dennis (18).

Sie haben vor gut einem Jahr die Funktion Leiter Business Development Digital im Geschäftsbereich Etiketten übernommen. Wie würden Sie das erste Jahr in Ihrer neuen Funktion beschreiben?

Zuerst ging es um die Bestandsaufnahme, das rasche Einarbeiten in die vielen bereits laufenden Digital-Aktivitäten der Gallus- und Heidelberg-Gruppe, das Priorisieren der Vorhaben nach grösstem Nutzen für unsere Kunden, das Suchen nach Mitstreitern zur Realisierung dieser Projekte/Ideen innerhalb und ausserhalb des Unternehmens. Dann hiess es: Go - Go - Go.
Dabei konnte ich vieles über die Anforderungen unserer Kunden, über unser Lösungsangebot und das der Wettbewerber lernen und bin umfassend von „meinem“ Gallus Team unterstützt worden.

Wie sieht ein durchschnittlicher Arbeitstag in der Funktion Leiter Business Development Digital aus?

Beim Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes müssen über kurz oder lang alle unsere Unternehmensfunktionen eingebunden werden, damit wir letztendlich im Rahmen unserer definierten Arbeitsteilung und unserer Prozesse die neue Lösung unseren Kunden anbieten können.

Da es sich um ein komplett neues Geschäft handelt, gibt es zu Beginn wesentlich mehr Fragen als Antworten. Diese Fragen zu klären, das bedeutet zunächst auch zu improvisieren und gemeinsam mit unserem Gallus Team immer wieder einen Weg zu suchen, der auch bei unübersichtlichem Gelände zum Ziel führt. Das sind meine Aufgaben.

Nach jeder beantworteten Frage, nach jeder gefundenen Lösung wird das neue Geschäft für uns als Unternehmen ein bisschen mehr zur „Normalität“. Wenn dann die meisten Fragen beantwortet sind, ist die Entwicklung des ehemals neuen Geschäftsfeldes abgeschlossen.

Dann übernimmt die bestehende Unternehmensorganisation dessen Weiterentwicklung,
und ich das nächste Projekt.

Wie setzen Sie die hohen Qualitätsansprüche der Kunden, aber auch von Gallus in Ihrem Berufsalltag um?

Ich unterscheide nicht zwischen externen und internen Kunden und versuche immer beide so zu behandeln, wie ich gerne von Ihnen behandelt werden würde.

Das gelingt mir leider nicht immer. In diesem Fall gilt dann: „Die Wahrnehmung des Kunden ist die Realität“ – „Customer Perception is Reality“. Durch das Kundenfeedback erhalte ich immer wieder Impulse und Ideen, wie die Qualität bzw. der Kundennutzen stetig zu verbessern ist.

Dann muss ich „nur noch“ konsequent dieses Ziel verfolgen / diese Massnahme umsetzen, um langsam aber stetig unsere Qualität und den Nutzen für unsere Kunden zu verbessern. Bei externen Partnern dauert ein solcher Prozess oft mehrere Monate. Wenn man diese Partner und Mitstreiter zu Veränderungen bewegen will, ist die eigene Verbindlichkeit der Schlüssel zum Erfolg.

Wie bleiben Sie in Ihrem Berufsalltag stets kreativ und innovativ?

Nachdem ich täglich neue Antworten, Wege und Lösungen suchen darf und muss, sind Flexibilität und Kreativität ein fester Bestandteil meines Berufsalltags. Durch den Austausch mit Kunden, Kollegen und Mitstreitern erhalte ich zusätzlich immer wieder Anregungen, die mir dann bei der zukünftigen Lösungssuche hilfreich sind.

Worin sehen Sie Ihre grössten Herausforderungen?

Eine sehr grosse Herausforderung ist immer, die Erwartungen unserer Kunden mit unseren Möglichkeiten zum richtigen Zeitpunkt in Einklang zu bringen. Ist eine Geschäftsidee erst einmal „geboren“ und ein Projekt dafür aufgesetzt, kann die Realisierung sowohl für interne als auch externe Kunden gar nicht schnell genug stattfinden. Die Gewinnung der notwendigen Mitstreiter und die Beantwortung der offenen Fragen benötigt aber immer etwas Zeit.

Wie schalten Sie ab? Ein paar Worte zu Ihrer Person.

Einerseits kriege ich durch sportliche Aktivitäten wie Joggen und Wandern einen freien Kopf, andererseits geniesse ich gute Gespräche mit Freunden und Bekannten, die ich dann gerne selbst bekoche. Was definitiv immer hilft, ist ein gutes Glas Rotwein vor unserem offenen Kamin – mit Feuer natürlich!


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