Ausgabe 32 / Dezember 2012

Rotativer Siebdruck: Kosten sparen durch Wiederverwendung des Siebes

Etikettendrucker sehen sich seit Jahren einem zunehmenden Kostendruck ausgesetzt und es wird schwieriger, sich im Wettbewerb zu behaupten und von der Konkurrenz abzuheben. Eine gute Differenzierungsmöglichkeit zur Schaffung höheren Mehrwerts ist das Siebdruckverfahren. Gleichzeitig wird es auch in diesem Verfahren unabdingbar, fortlaufende Produktivitätssteigerungen zu erzielen. Dies ist vor allem durch eine Gesamtprozessbetrachtung möglich. Ein Bestandteil dieses Gesamtprozesses, der dabei immer wichtiger wird, ist die Siebhandhabung nach dem Druck.

Die Kosten pro Sieb - und damit pro Etikette - können markant gesenkt werden, wenn man die Siebe nach dem Druckvorgang sorgfältig und gründlich reinigt, dann geeignet lagert und beim wiederkehrenden Auftrag nochmals verwendet. Es kommt nämlich zu beträchtlichen Einsparungen, wenn die Initialkosten und die Zeit für die Herstellung eines Siebes beim Wiederholauftrag wegfallen. Je mehr man den Siebdruck einsetzt und je besser dieser Prozess von den Druckern beherrscht wird, desto grösser sind die Einsparungen.

Die Wiederverwendung von Gallus Screeny

Sowohl die Gallus Screeny Standard Linie als auch die Gallus Screeny S-Line und die Gallus Screeny Digital Generation können problemlos wiederverwendet werden. Dabei hängt die Anzahl der Wiederverwendungen stark vom Motiv, der Lauflänge und der Handhabung der Siebe ab.
Dank ihrer technologischen Weiterentwicklung und der erhöhten Stabilität und Robustheit eignen sich vor allem die Gallus Screeny S-Line und die auf demselben Material basierende Gallus Screeny Digital Linie hervorragend für die Wiederverwendung. Die Weiterentwicklung des Siebgewebes erleichtert die Reinigung insofern, als dass die Gefahr der Knickbildung bei unsorgfältiger Behandlung drastisch verringert wurde. Dies garantiert eine optimale Druckqualität beim wiederkehrenden Druckauftrag.

Wie verwendet man Gallus Screeny am besten mehrmals?

Schritt 1:

Nach dem Druckvorgang: Farbreste aus dem Siebzylinder austropfen lassen.

Bemerkung: Dies sollte nicht zu lange dauern, da ansonsten die Farbreste mit dem UV-Licht reagieren und die Maschen permanent blockieren.

Schritt 2:

Sieb zur Vorreinigung kurz in ein Ethylacetat- oder Alkoholbad tauchen.

ACHTUNG: Vor Gebrauch unbedingt die lokalen Vorschriften in Bezug auf die Verwendung von Chemikalien und deren Auswirkung auf die Gesundheit kennen!

Schritt 3:

Gründliche Reinigung im Siebreinigungsgerät.

(Von Gallus empfohlen: Siebreinigungsgerät RG2.2; Gallus ID-Nr.: GL.0177400/00)

Nach dem ersten Waschvorgang den Siebzylinder von unten nach oben drehen und nochmals waschen (ausser Gallus Screeny für Gallus R160 und Gallus R200).

Bei hohem Waschbedarf: Um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten und um Reinigungsmittel zu sparen, wird der Gebrauch von 2 Siebreinigungsgeräten empfohlen. So kann der 1. Waschgang (Vorwaschen) in der einen Maschine stattfinden und der 2. Waschvorgang im zweiten Siebreinigungsgerät. Je klarer das Reinigungsmittel im letzten Waschgang ist, desto sauberer werden die Siebe. Das Reinigungsmittel sollte deshalb regelmässig gewechselt und die Reinigungsgeräte regelmässig von Farbresten befreit werden.

Als Reinigungsmittel empfehlen wir Dowanol DPnB von Dow Chemical (Gallus ID-Nr. GL. 0178724/00, 25 Liter) oder Flexo Wash FW 86500. Um das Gallus Siebreinigungsgerät zu füllen, werden 40 Liter davon benötigt.

Schritt 4:

Das Sieb noch einmal mit Ethylacetat oder Alkohol nachreinigen.

Schritt 5:

Lagerung des Siebzylinders: trocken und geschützt vor Licht und UV-Strahlung

Schritt 6:

Bei Wiederholauftrag: Sieb aus dem Lager nehmen, bereit zum Drucken.

Gallus unterstützt seine Kunden gerne mit Materialempfehlungen, Schulungen, Service und drucktechnischer Hilfe. Kontaktieren Sie uns, gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung.


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