Ausgabe 30 / Juni 2012

Neuer Etikettendrucker in Peru

Das in der peruanischen Hauptstadt Lima ansässige Unternehmen Grupo Fibrafil gehört zu den führenden lateinamerikanischen Herstellern von zwei agro-industriellen Produkten, die in den Gewächshäusern zum Einsatz kommen: Sonnenschutzstoffe und Bindegarne für Tomaten. Neu stösst das Unternehmen in den Etikettenmarkt vor und hat dafür in eine Gallus ECS 340 Flexodruckmaschine investiert.

Die Firma Grupo Fibrafil, welche zur Grupo Zaidan gehört, beschäftigt ca. 80 Mitarbeiter in ihrem Werk in Peru. Unter dem Namen der Dachorganisation Grupo Zaidan, ist sie aber auch in anderen Ländern der Region vertreten. Das Netzwerk besteht aus Firmen  in Peru und Chile sowie Niederlassungen in Kolumbien, Costa Rica, Mexiko und Uruguay.

Hans-Ramón Hofmann, Gallus, Nicolas Zaidan, Fibrafil Peru, Dieter Lange, Heidelberg Peru (v.l.n.r.)

Nicolas Zaidan, der Sales Manager von Grupo Fibrafil, erklärt, dass das Unternehmen aufgrund des großen Wachstumspotenzials auf dem peruanischen Etikettenmarkt ermutigt worden sei, sein Kerngeschäft - die Produktion von monatlich 1,82 Millionen Quadratmeter Sonnenschutzstoffen auf 21 Maschinen – mit dem Etikettendruck zu ergänzen: „Der peruanische Etikettenmarkt ist nicht sonderlich gut entwickelt. Viele Etiketten werden immer noch vom Ausland  importiert. Nach der Installation der neuen Druckmaschine konnten wir viele Markenunternehmen gewinnen, für welche  die kürzeren Lieferzeiten unserer Etiketten von entscheidender Bedeutung sind", sagt Zaidan.

Um den Anforderungen auf dem peruanischen Etikettenmarkt zu genügen, hat sich Grupo Fibrafil für den Kauf der sehr wirtschaftlichen und bedienungsfreundlichen Gallus ECS 340 Flexodruckmaschine entschieden. Diese Maschine hat einen Kern aus technischem Granit, der für eine grosse Laufruhe sorgt und einen einfachen Zugriff auf die Druck- und Verarbeitungsstationen ermöglicht. Die Gallus ECS 340 ist mit 8 Farbwerken sowie einer UV-Trocknung ausgerüstet und mit einem Servo-Antriebssystem sowie von vorne bedienbaren Stanzen, Druckzylinder- und Rasterwalzen-Sleeves ausgestattet. Sie zeichnet sich zudem durch ihren sehr kurzen Bahnlauf aus, welcher sowohl die Rüstzeiten als auch die Makulaturwerte erheblich verringert. Die Gallus ECS 340 soll, laut Nicolas Zaidan, bei Grupo Fibrafil für die Produktion von Qualitäts-, Sicherheits- und PVC-Etiketten mit einer jährlichen Kapazität von 2 Millionen Quadratmetern eingesetzt werden.

Die neue Etikettendruckmaschine wird zunächst in einem speziellen, 1000 Quadratmeter großen Areal im 15.000 Quadratmeter großen Werk von Grupo Fibrafil untergebracht. Das Unternehmen ist aber bereits dabei, ein 8000 Quadratmeter großes Gelände in der Nähe anzukaufen, wo die Etikettenabteilung, die unter dem Namen Sigmaflex betrieben wird, schon im nächsten Jahr Einzug halten wird.

Anfänglich will sich Grupo Fibrafil auf den inländischen Etikettenmarkt konzentrieren, wo Nicolas Zaidan ein grosses Potenzial in der Nahrungsmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie sieht. 25% der Produktion werden zudem auf Etiketten für die eigenen agro-industriellen Produkte von Grupo Fibrafil entfallen.

Mit Hilfe des bestehenden Netzwerks des Unternehmens in den anderen Ländern Lateinamerikas will Grupo Fibrafil aber in Zukunft auch Etiketten exportieren. Da das Unternehmen bereits agro-industrielle Produkte an seine Niederlassungen im Ausland liefert, würden die Exportkosten für die mitgelieferten Etiketten entfallen. In den Firmen der Grupo Zaidan sollen deshalb schon bald Mitarbeiter eingestellt werden, die ausschliesslich für den Etikettenmarkt zuständig sind. Danach sollen eventuell weitere Etiketten-Druckmaschinen aufgestellt werden, auch in den anderen Ländern, in denen das Unternehmen bereits tätig ist. Der Kauf der Gallus ECS 340 ist, so gesehen, laut Nicolas Zaidan, nur ein Anfang.


zurück
Share |