Ausgabe 29 / März 2012

Gallus TCS 250 – Hochveredelte Kleinauflagen kosteneffizient herstellen

Bei kaum einem Produkt wird der Produktdekoration – also dem Etikett – eine so grosse Bedeutung zugemessen wie bei einer Weinflasche. Wurden bis in die 50er Jahre vorwiegend die Produktinformationen auf dem Etikett abgebildet, so sind heute der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Weinetiketten gelten mehr denn je und zu Recht als kleine Kunstwerke. Die Produktion solcher „Kunstwerke“ unterliegt jedoch äusserst praktischen Aspekten: Auch hier stehen die Kosten pro Etikett im Vordergrund. Die T-Serie von Gallus steht seit über 50 Jahren für die kosteneffiziente Herstellung von hochveredelten Wein- und Spirituosenetiketten. Auch das neuste Modell, die Gallus TCS 250, stellt dies weltweit unter Beweis.

Lifestyle-Produkt Wein

Im Gegensatz zu Toastbrot oder Universalreiniger hat der Wein einen sehr hohen Emotionalitätsfaktor. Wein ist häufig Ausdruck von Genuss und Lebensqualität und wird oft nur zu speziellen Anlässen konsumiert. Neben der Weinflasche schaffen es wenige „original verpackte“ Lebensmittel auf die Esstische der besten Restaurants und angesehensten Haushalte. Mit der Wahl des Weins drückt der Gastgeber aus, wer er ist und in welcher Beziehung er zu seinem Gast steht. Wein besitzt somit auch ein hohes soziales Differenzierungspotential.

Da sich die Weinflasche weder über ihre Funktion noch über ihre Form gross differenzieren kann, übernimmt hauptsächlich das Weinetikett diese Aufgabe. Es differenziert einen Wein von anderen Weinen, es spricht bestimmte Zielgruppen an und steht stellvertretend für den Inhalt.

Bei Etiketten (Produktdekorationen) lässt sich generell folgender Zusammenhang feststellen: Je höher der soziale Differenzierungsgrad, desto höher der Veredelungsgrad der Etiketten. Das Weinetikett nimmt in puncto Veredelungsgrad sicherlich eine Spitzenposition ein.

Ein weitaus alltäglicherer Grund für die zentrale Rolle des Weinetiketts ist die Tatsache, dass über 80% der Weinkäufer ihren Wein anhand des Etiketts aussuchen.

Hochveredelt in kleinen Auflagen

Bezeichnend für den Weinhandel ist eine fast unermessliche Sortenvielfalt des Produkts. Selbst in grossen Anbaugebieten liegen die Auflagen pro Weinsorte vielfach weit unter der Hunderttausend-Flaschen-Marke. Diese Sortenvielfalt bedeutet für den Etikettendrucker eine enorme Herausforderung. Die Herstellung von solch  kleinen, hochveredelten Auflagen ist ohne spezialisierte Produktionsmittel kaum zu schaffen.

Typisch  für die Kleinauflagen sind die überproportional hohen Auftragsinitialkosten. Ist ein Etikett dazu noch mit mehreren Veredelungen versehen, können gerade diese Auftragsinitialkosten schnell eine kritische Grösse erreichen. Erfolgreiche Etikettendrucker setzen deshalb auf die Gallus TCS 250.
Die Gallus TCS 250 vereint sämtliche Druck- und Veredelungsprozesse inline. Da die Gallus TCS 250 dank des semirotativen Bahntransports völlig auf teure, formatabhängige Druck- oder Veredelungswerkzeuge verzichten kann, fallen die Werkzeugkosten entsprechend tief aus. Kurze Rüstzeiten und geringe Makulaturwerte sind weitere Garanten für tiefe Auftragsinitialkosten.

Die Gallus TCS 250

Der semirotative Druckteil der Gallus TCS 250 beherbergt nebst den Offsetdruckwerken für hochqualitativen Druck auch die Möglichkeit für Siebdruck, Heissfolienprägung und eine Flexolackierung. Dabei ist die Prozessreihenfolge beliebig wählbar. Sämtliche Prozesse verzichten auf formatabhängiges Druckzubehör und sind mit Schnellwechselsystemen ausgerüstet.

Das Blindprägen und das Stanzen sind bei der Gallus TCS 250 flach gelöst. Auch hier sind keine formatabhängigen Werkzeuge notwendig und der flache Bearbeitungsteil fügt sich nahtlos in die Maschine ein. Als Option besitzt die Gallus TCS 250 zudem einen Zweispindelwickler mit Schlaufenkasten, so dass ein Etikett komplett inline von der Grossrolle auf die fertige Kleinrolle hergestellt werden kann.

Bild 1: Gallus TCS 250 mit flachem Bearbeitungsteil für hochveredelte Aufträge

Die Gallus TCS 250 ist mit Servo-Einzelantrieben ausgerüstet und verfügt über eine moderne Maschinensteuerung, welche fortlaufend weiterentwickelt wird. Dank einer voll automatischen Waschvorrichtung für die Offsetdruckwerke und des Druckregisterpresettings sind auch komplexe Auftragswechsel in kürzester Zeit und mit sehr tiefen Makulaturwerten möglich. Im Mittel liegen die Auftragswechselzeiten an der Gallus TCS 250 unter 15 Minuten.

Für mehr Effizienz während der Produktion sorgen die integrierte Registerregelung sowie die einzigartige Coldstar UV-Anlage. Während die Registerregelung den einwandfreien Druck sicherstellt, reduziert die Coldstar UV-Trocknung den Energiebedarf für die Farbtrocknung um fast 50%. Durch den Einsatz von elektronischen Vorschaltgeräten ist es möglich, die UV-Lampe während der Rückzugsphase der Materialbahn in den Standbybetrieb zu schalten. Dies reduziert nicht nur den Energiebedarf erheblich, sondern lässt auch die Verarbeitung von temperatursensitiven Bedruckstoffen zu.

Als Folge der generell stets kleiner werdenden Auflagen wird die Gallus TCS 250 auch immer häufiger im Bereich der Etiketten mit geringer Veredelung eingesetzt. Wo auf eine Blindprägung verzichtet werden kann, bietet die Gallus TCS 250 die Möglichkeit einer semirotativen Stanze im Druckteil. Eine Gallus TCS 250 mit semirotativer Stanze, fünf Offsetdruckwerken und Flexolackierung weist somit eine Bahnlänge von nur gerade 7 Metern auf. Der Stanzblechwechsel an der semirotativen Stanze dauert dabei weniger als 30 Sekunden.

Bild 2: Gallus TCS 250 mit semirotativer Stanze im Druckteil für leicht veredelte Aufträge

Anhaltende Nachfrage und konstante Weiterentwicklung

Die weltweite Erfolgsgeschichte der Gallus T-Maschinen reicht zurück bis in die fünfziger Jahre. Durch die Kombination von höchster Druck- und Veredelungsqualität bei tiefsten Rüst- und Makulaturwerten ist die Gallus TCS 250 heute das bevorzugte Produktionsmittel für den Druck von hochveredelten Weinetiketten.

Die Gallus TCS 250 wurde erstmals im Jahr 2000 der Öffentlichkeit vorgestellt und bis heute weltweit bereits über 250-mal verkauft. Seit der Markteinführung der Gallus TCS 250 wurde die Maschine in Zusammenarbeit mit Gallus Kunden laufend weiterentwickelt. Die Foliensparsteuerung, eine Laminiervorrichtung oder der elektrisch geheizte Heissfolienprägezylinder sind nur einige Beispiele, welche die dritte Generation der Gallus TCS 250 sinnvoll ergänzen.

Weitere Beispiele der Leistungsfähigkeit der Gallus TCS 250 bei der kosteneffizienten Herstellung von hochveredelten Kleinauflagen finden Sie auf dem Gallus youtube-Kanal.


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