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Lean Manufacturing: Gallus Smart Production Concept

Das Lean Manufacturing mit Six Sigma und Pit-Stop Ansätzen gewinnt auch in der Etikettenindustrie zunehmend an Bedeutung. Nebst der Selbstverständlichkeit der hohen Druckqualität erhält die Produktionseffizienz zusätzliches Gewicht, nämlich einerseits für die fehlerfreie Abwicklung der Aufträge und andererseits zum Erhalt der immer stärker unter Druck geratenden Margen. 

Potentialerkennung
Unabhängig vom jeweiligen Druckverfahren ist allerhöchste Druckqualität ein Muss - und zwar zu möglichst tiefen Kosten. Auch heute werden noch in vielen Fällen die Möglichkeiten des Flexodrucks unzureichend ausgereizt, obgleich schon einige wenige, richtig gesetzte Massnahmen vielen Druckereien genügen würden, um ein grosses Potenzial zur Verbesserung ihrer Druckqualität ausschöpfen zu können. Dank maschinentechnischen Weiterentwicklungen sowie Qualitätsverbesserungen sämtlicher Druckhilfsmittel, wie z.B. Farben, Rasterwalzen, Klebeband, Druckplatten und Bedruckstoffe, kann der Flexodrucker heute höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. Dies war bis vor gar nicht allzu langer Zeit nur den Offset- und Tiefdruckern vorbehalten.

Lean Manufacturing

Nach Format geordnete Werkzeuge

Das Potenzial steckt aber nicht nur in der Druckqualität, sondern auch in der Produktionseffizienz: Werden die Produktionsabläufe optimiert, verringern sich auch die Umrüstzeiten. Druckmaschinen sind ein kostbares Investitionsgut und sollten möglichst immer ihren ursprünglichen Zweck erfüllen, nämlich produzieren. Das Einrichten einer Druckmaschine muss deswegen möglichst schnell über die Bühne gehen. Es verhält sich wie in der Formel 1: Eine Sekunde mehr oder weniger beim Boxenstopp kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Verliert der führende Rennfahrer beim Pit Stop auch nur zwei Sekunden, so benötigt er durchschnittlich über drei Minuten, um diese verlorene Zeit im Rennen bei maximaler Geschwindigkeit wieder wett zu machen. Ähnlich sollte man die Jobwechsel an einer Druckmaschine betrachten: Jede verlorene Minute wirkt sich negativ auf das Endergebnis aus.

Lean Manufacturing

Die richtigen Hilfsmittel am richtigen Platz

Im Gegensatz zu den sehr standardisierten Druckprozessen, wie zum Beispiel dem Offsetdruck, existieren im Flexodruck keine internationalen Standardisierungsrichtlinien. Trotzdem kann auch im Flexodruck durch richtige Handhabung und schlanke Abläufe einiges an Effizienz gewonnen werden. Dabei ist das Zusammenspiel von Vorstufe und Druck, insbesondere von den dabei verwendeten Materialien wie Platte, Plattenunterbau oder Rasterwalze, entscheidend für das Resultat.

Gallus Smart Production Concept
Mit einer Prozess-Standardisierung – dem Gallus Smart Production Concept – können Probleme von Anfang an eliminiert werden. Dies setzt zwar eine gewisse Disziplin voraus, doch sind die hausinternen Prozesse einmal definiert, kann man sie einfach einhalten und umsetzen. Anhand einer Analyse der Produktion und deren Abläufe wird das mögliche Potenzial aufgezeigt, wobei folgende drei Schwerpunkte beachtet werden: die Bewertung der Druckqualität, das Studium der Produktionsabläufe sowie die Begutachtung der Produktionsumgebung.
- Druckqualität: Die Druckresultate werden detailliert auf Druckfehler untersucht und ihre Gesamtqualität wird eingestuft. Ebenso muss die Nachhaltigkeit sichergestellt sein, d.h. es wird beobachtet, wie konstant sich die Druckqualität über längere Produktionen verhält und ob Verbesserungspotenzial vorliegt.
- Produktionsabläufe: Der Informations- und Materialfluss in der Produktion werden analysiert und auf vorhandene Ineffizienzen untersucht. Ein Augenmerk muss zudem auf die Systematik des Jobumrüstens gerichtet werden, wobei die Analyse der Gehwege des Druckpersonals als einfache Indikation dienen kann. Dabei untersucht man, einfach ausgedrückt, wie viele Meter oder Kilometer der Drucker im Tag ausserhalb der Maschine zurücklegt. Dies zeigt deutlich, ob der Drucker an der Maschine gut „bedient“ wird oder ob er selber für die Beschaffung aller notwendigen Druckutensilien verantwortlich ist. Weitere entscheidende Faktoren im Produktionsablauf sind die bis zur Druckfreigabe benötigte Einrichtzeit und die Makulatur, welche im direkten Zusammenhang mit dem Grad der Optimierung stehen.
- Produktionsumgebung: Die Produktions- und Maschinenumgebung soll auf einen optimalen Materialfluss untersucht werden. Wichtig sind unter anderem ein angepasster Arbeitsplatz für effizientes Arbeiten an und um die Druckmaschine sowie ein optimales Arbeitsumfeld mit dem notwendigen Druckzubehör rund um die Druckmaschine, damit eine minimale Rüstzeit garantiert werden kann.

Expertise durch Gallus
Aufgrund der jahrelangen Erfahrung bei der Durchführung von Druckschulungen weltweit und in Zusammenarbeit mit den erfolgreichsten Etikettendruckereien hat Gallus die Wichtigkeit von Lean Manufacturing frühzeitig erkannt. Mit Expertisen zur Prozesseffizienz der Produktionsumgebung bietet Gallus seine Kunden eine optimale Beratung.

Lean Manufacturing

Rasterwalzen nach Schöpfvolumen geordnet

Eine durch Gallus erstellte Expertise beinhaltet Verbesserungspotentiale und entsprechende Lösungsansätze. Diese werden durch Interviews und Beobachtungen erarbeitet, aufbereitet und anschliessend präsentiert, so dass Gallus ein kundenspezifisches Konzept zur Erhöhung der Effizienz erstellen kann. Das Hauptziel des Gallus Smart Production Concept ist die maximale Reduzierung der Job-Umrüstzeiten, bei denen die Einsparpotenziale enorm sind. Das Beispiel aus der Formel 1 zeigt es deutlich auf: schon eine geringe Reduktion der durchschnittlichen Rüstzeiten um fünf Minuten pro Job lässt den Freiraum für eine Mehrproduktion von einigen Hundert Aufträgen pro Jahr. Dies wiederum ermöglicht eine Verkürzung der Amortisation der Investitionen von bis zu zwei Jahren.
Seit mehreren Jahren führt Gallus solche Analysen durch und die dabei erzielten Erfolge bestätigen den Ansatz der Prozess-Standardisierung mit dem Gallus Smart Production Concept eindrucksvoll. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage wurde nun das Gallus Serviceteam entsprechend verstärkt und seinen Kunden zur Verfügung, die Abläufe rund um die Etikettenproduktion unter die Lupe zu nehmen und das vorhandene Verbesserungspotential optimal auszunutzen.

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